Indikationen

Hier erfahren Sie, in welchen Fällen ich einen Besuch in meiner Praxis empfehle.

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) kann grundsätzlich sehr breit eingesetzt werden. Schliesslich stellte sie in China über Jahrhunderte die gängige Medizin dar, welche für alle Leiden indiziert war, woraus sich entsprechendes Erfahrungswissen angesammelt hat. Im heutigen schulmedizinischen Umfeld hat sie die Funktion eines komplementären Medizinsystems, das als Ergänzung zur konventionellen Schulmedizin fungiert. Insofern macht der Einsatz der TCM vor allem dort Sinn, wo sie spezielle Stärken bzw. die Schulmedizin Schwächen aufweist.

Anhand meiner persönlichen Erfahrung ist dies in den folgenden Fällen, zu welchen Sie weiter unten auf dieser Seite detaillierte Informationen finden, gegeben.

- bei Beschwerden ohne Befund bzw. ohne schulmedizinisch erkennbare Ursache
- bei Beschwerden ohne ursächliche Therapie bzw. ohne schulmedizinische Kausaltherapie
- zur Prophylaxe bei erhöhter Belastung oder bei wiederkehrenden und fortschreitenden Erkrankungen
- bei nicht bedrohlichen akuten und chronischen Infektionskrankheiten
- als begleitende Therapie bei schweren chronischen Krankheiten
- zur Vorbereitung und Nachbehandlung chirurgischer Interventionen

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Häufig nachgefragt

Nachfolgend finden Sie eine kurze Liste der in meiner Praxis am häufigsten nachgefragten Krankheitsbereiche.

- durch Stress und Belastung bedingte Symptome
- Allergien und Intoleranzen
- Kopfschmerz, Migräne
- muskuloskelettaler Schmerz
- Muskelverspannung, Hartspann
- Verdauungsbeschwerden, Reizdarmsyndrom
- Menstruationsbeschwerden, Zyklusanomalien
- unerfüllter Kinderwunsch
- Immunschwäche mit Infektanfälligkeit
- Schlafstörung
- chronische Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörung, Burnout-Syndrom
- emotionale Dysbalance, depressive Verstimmung, Ängstlichkeit, vermindertes Selbstwertgefühl

Indikationsliste TCM

Um neben meinen persönlichen Einschätzungen einen allgemeingültigen Überblick anzubieten, finden Sie hier die Indikationsliste für TCM der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen (UNO).

- Erkrankungen der Atemwege
- akute Nebenhöhlenentzündung
- akute Nasenschleimhautentzündung
- allgemeine Erkältungskrankheiten
- akute Mandelentzündung
- Bronchial- und Lungenerkrankungen
- akute Bronchitis
- Lungenasthma
- Augenerkrankungen
- akute Bindehautentzündung
- zentrale Netzhauterkrankung
- Kurzsichtigkeit bei Kindern
- Linsentrübung ohne Komplikationen
- Erkrankungen der Mundhöhle
- Zahnschmerzen
- Schmerzen nach Zahnextraktion
- Zahnfleischentzündung
- akute und chronische Rachenentzündung
- Magen- und Darmerkrankungen
- Krämpfe der Speiseröhre und des Magens
- Schluckauf
- akute und chronische Magenschleimhautentzündung
- Übersäuerung des Magens
- chronisches Zwölffingerdarmgeschwür
- Gastroptose
- akute und chronische Dickdarmerkrankungen
- akute bakterielle Magen- und Darmerkrankungen
- Verstopfung
- Durchfall
- paralytischer Ileus
- neurologische Erkrankungen
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Trigeminusneuralgie
- Gesichtsnervenlähmung
- Lähmung nach Schlaganfall
- periphere Nervenstörungen
- Lähmung nach Kinderlähmung
- Morbus Menière
- neurogene Blasenstörung
- nächtliches Einnässen
- Rheumatoide Arthritis
- orthopädische Erkrankungen
- Kopfschmerzen
- Interkostalneuralgie
- Schulter-Arm-Syndrom
- Entzündung der Schultergelenkskapsel
- Tennisellbogen
- Ischialgie
- Lumbalgie
- LWS-Syndrom
- HWS-Syndrom
- Postdiscotomiesyndrom

Beschwerden ohne Befund

Durchschnittlich verlässt jede dritte Person, die ihren Hausarzt aufsucht, die Praxis ohne Befund. Befundlose Symptome werden auch als funktionell, essentiell, primär, idiopathisch oder genuin bezeichnet. Da sie auf keine schulmedizinisch erklärbare Krankheitsentstehung zurückgeführt werden können, fehlt vielmals ein spezifischer Therapieansatz. Mit den Diagnosemitteln der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) kann auch in diesen Fällen eine Ursache erkannt und eine spezifische Behandlung verordnet werden.

Hierzu gehört beispielsweise das grosse Gebiet der Psychosomatik. Einschlägige Syndrome werden auch als somatoforme Störung oder vegetative Dystonie beschrieben und zeichnen sich gerade durch fehlende organische Ursache aus.

Insgesamt ist eine Vielzahl von Symptomen und Syndromen, die hier nicht vollständig aufgezählt werden können, betroffen. Die einfache Faustregel lautet: Wenn immer Sie für bestimmte Beschwerden keinen schulmedizinischen Befund erhalten, lohnt sich der Versuch, diese mit TCM zu behandeln. Im Folgenden finden Sie wichtige konkrete Beispiele aus diesem Bereich.

- durch Stress oder Belastung bedingte psychische Symptome (z.B. depressive Verstimmung, Ängstlichkeit, Gereiztheit, vermindertes Selbstwertgefühl)
- durch Stress bedingte körperlich und geistig wahrnehmbare Symptome (z.B. Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, innere Unruhe, Nervosität, Rastlosigkeit, Anspannung, Konzentrationsschwäche, Gedankenkreisen, Vergesslichkeit, Stress-Essen)
- primäre Schlafstörungen wie Einschlafstörung, Durchschlafstörung oder frühmorgendliches Erwachen
- funktionelle Störungen des Immunsystems wie Immunschwäche mit Infektanfälligkeit oder übersteigerte Immunantwort
- funktionelle Verdauungsbeschwerden (z.B. Reizdarmsyndrom (RDS, Colon irritabile), Verstopfung, Reizmagen, Sodbrennen, Aufstossen, Übelkeit, Appetitstörung, Bauchschmerz)
- funktionelle Schmerzsyndrome (z.B. Kopfschmerz (Cephalgie), Migräne, Bauchschmerz, muskuloskelettaler Schmerz (Schmerz des Stütz- und Bewegungsapparats))
- in der Gynäkologie bei funktionellen Menstruationsbeschwerden wie prämenstruellem Syndrom (PMS) oder schmerzhafter Menstruation (Dysmenorrhoe), funktionellen Blutungsstörungen bzw. Zyklusanomalien (betreffen die Blutungsfrequenz und -stärke), der Neigung zu Myomen sowie zu Zysten oder bei Symptomen wie Trockenheit, Brennen oder Jucken der Scheide sowie Ausfluss (Fluor vaginalis) ohne erkennbare Ursache
- funktionelle Sexualstörungen (z.B. Libidoverlust, Erektionsstörung, Orgasmusstörung, funktionelle Dyspareunie)
- unerfüllter Kinderwunsch ohne erkennbare Ursache
- funktionelle Herzbeschwerden (z.B. Palpitationen, Herzrasen (Tachykardie), Schmerz und Druck im Brustkorb, Angst, innere Unruhe)
- Lungen- und Atemwegserkrankungen wie nicht-allergisches (endogenes) Asthma bronchiale, funktionelle Atemstörung mit Atemnot oder Nasenpolypen
- funktionelle neurologische Beschwerden (z.B. Missempfindungen (Parästhesien) wie Kribbeln, Taubheit oder Hitzegefühl, idiopathische Fazialisparese)
- essentieller Bluthochdruck (primäre Hypertonie)
- funktionelle Erkrankungen der Ohren (z.B. Tinnitus, Gehörsturz, Schwindel)
- Symptome der Augen wie trockene, tränende, juckende oder gerötete Augen, Mouches volantes, Nachtblindheit oder Lichtempfindlichkeit
- funktionelle Symptome von Hals und Nacken (z.B. Nackenverspannung, Hartspann (Myogelose), Globusgefühl, Zervikalsyndrom)

Beschwerden ohne ursächliche Therapie

Dabei handelt es sich um Symptome mit schulmedizinisch erklärbarer Krankheitsentstehung, für welche jedoch keine kurierenden, sondern lediglich symptomatische und substituierende Therapien bereitstehen. Entsprechende schulmedizinische Diagnosen werden daher häufig als gegeben und nicht therapierbar deklariert. Nichtsdestotrotz kann die traditionelle chinesische Medizin (TCM) in einigen Fällen eine ursächliche Therapie anbieten.

Hierzu gehören beispielsweise die meisten Allergien und Intoleranzen, etliche chronisch-entzündliche Erkrankungen oder auch chronische dermatologische Diagnosen.

Je nach Diagnose und Krankheitsverlauf wird die TCM als alleinige oder als die schulmedizinische Behandlung begleitende Therapie eingesetzt. Im Folgenden finden Sie wichtige konkrete Beispiele aus diesem Bereich.

- der Grossteil der Allergien und Nahrungsmittelintoleranzen (z.B. Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie, Sonnenallergie, Kontaktallergie (z.B. Nickel, Kosmetika, Reinigungsmittel), Nahrungsmittelallergie (z.B. Nuss, Eier, Krebstiere), Laktoseintoleranz, Glutenintoleranz)
- allergisches (exogenes) Asthma bronchiale
- chronische dermatologische Erkrankungen wie atopisches Ekzem (Neurodermitis), Schuppenflechte (Psoriasis) oder Akne (Acne vulgaris)
- chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie M. Crohn oder Colitis ulcerosa
- Zöliakie (begleitend zur glutenfreien Diät)
- Burnout-Syndrom, chronisches Erschöpfungssyndrom (chronisches Fatigue-Syndrom (CFS))
- obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)
- Restless-Legs-Syndrom (RLS)
- ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) bei Kindern und Jugendlichen
- in der Gynäkologie grundsätzlich bei Entzündungen, Senkungen, hormonellen Störungen oder den beiden Diagnosen Endometriose und polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO)
- unerfüllter Kinderwunsch mit zugrundeligenden Ursachen wie mangelnde Spermienqualität, verringerte Spermienzahl, Gelbkörperinsuffizienz (Corpus-luteum-Insuffizienz), primäre Ovarialinsuffizienz, weitere hormonelle Störungen und Zyklusanomalien, Endometriose oder polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO)
- Wechseljahrbeschwerden (klimakterisches Syndrom) mit Hitzewallungen, Schweissausbrüchen, Schlafstörung, Gelenkbeschwerden, Muskelschmerz, Trockenheit, Brennen oder Jucken der Scheide, Harnwegsbeschwerden oder postmenopausaler Osteoporose
- Beschwerden des Anus (After) wie Schmerzen, Juckreiz oder Nässen im Analbereich, Hämorrhoiden, Analekzem, Anlafissur oder Stuhlinkontinenz
- Miktionsstörungen (Blasenentleerungsstörungen) wie Harninkontinenz, Dysurie (schmerzhaftes Wasserlassen), Pollakisurie (gesteigerte Frequenz mit meist kleinen Harnmengen), post-miktionelles Tröpfeln (Nachtröpfeln von Urin nach der willentlichen Balsenentleerung), Enuresis nocturna (nächtliches Einnässen bei Kindern)
- gutartige Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie (BPH))
- Augenerkrankungen wie altersbedingte Makuladegeneration (AMD), primäres Glaukom (Grüner Star), Katarakt (Grauer Star), Exophthalmus oder nicht-infektiöse Bindehautentzündung
- Menière-Krankheit (M. Menière)
- Bandscheibenvorfall (Diskushernie), Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion)
- rheumatische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis, Gicht, Fibromyalgie, M. Bechterew, Vaskulitiden)
- Autoimmunerkrankungen (z.B. Diabetes m. Typ I, M. Basedow, Sjögren-Syndrom, Lupus erythematodes, Alopecia areata)
- Multiple Sklerose (MS)
- Stoffwechselerkrankungen (z.B. metabolisches Syndrom mit Insulinresistenz, Hypertonie, Dyslipoproteinämie und abdomineller Adipositas, Diabetes m. Typ II, Gicht, Osteoporose, Hyper-/Hypothyreose, M. Cushing, M. Addison, M. Conn)
- Mangelzustände mit Folgeerkrankungen, v.a. bei Maldigestion und -absorption (z.B. Eisenmangel (Müdigkeit, Anämie), Kalziummangel (Osteoporose, Muskelkrämpfe), Vitamin B12-Mangel (Anämie, neurologische Symptome))

Prophylaxe

Eines der Haupteinsatzgebiete der herkömmlichen traditionellen chinesischen Medizin (TCM) war die prophylaktische Betreuung. Aufgrund der daraus hervorgehenden Empirie lohnt sich der vorbeugende Einsatz bei verschiedenen Anliegen.

Mit Puls- und Zungendiagnostik können Erkrankungen in einem frühen, oft noch symptomfreien oder von unspezifischen Symptomen geprägten Stadium (Prodromalstadium) erkannt werden. Zudem führt der holistische Ansatz des In-Beziehung-Setzens von Krankheitsverläufen zu Umweltfaktoren zu weiteren prognostischen Eigenschaften.

Die TCM kann insofern in Zeiten erhöhter Belastung oder zur Vorbereitung bevorstehender strapaziöser Lebensphasen eingesetzt werden, um möglichen situationsbedingten Symptomen vorzubeugen. Dies kann beispielsweise in folgenden Situationen stattfinden.

- erhöhte Berufs- oder Ausbildungsbelastung
- Erschöpfungszustände
- drohendes Burnout-Syndrom
- emotional beschwerliche Perioden
- bei Prädisposition (Empfänglichkeit) für bestimmte Erkrankungen
- bevorstehende sportliche sowie kognitive Herausforderungen
- zur Vorbereitung von Geburt und Wochenbett

Ein weiterer sinnvoller Einsatz besteht bei chronisch-rezidivierenden (immer wiederkehrenden) Erkrankungen. In diesen Bereich fallen wiederkehrende Infektionen, wobei in diesen Fällen eine immunstimulierende Therapie vorgenommen wird. Zu den rezidivierenden Erkrankungen gehören ausserdem saisonale und wetterbedingte Symptomatiken, welche ebenso in vielen Fällen vorbeugend behandelt werden können. Weiter sind fast alle Suchterkrankungen und viele psychische Störungen rezidivierend, wobei es für eine nachhaltige Therapie sinnvoll erscheint, auch während symptomfreien Phasen prophylaktisch zu behandeln. Darüber hinaus kommt es bei Krebserkrankungen oder beispielsweise auch bei Infarkten nicht selten zu Rezidiven, welchen im Anschluss an eine schulmedizinische Therapie vorgebeugt werden kann. Es folgen mögliche konkrete Beispiele.

- Immunschwäche mit Infektanfälligkeit
- rezidivierende Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- rezidivierende Mittelohrentzündung (Otitis media)
- rezidivierende Blasenentzündung (Zystitis)
- Heuschnupfen (saisonale Rhinitis)
- wetterabhängige rheumatische Beschwerden
- Winterdepression (seasonal affective disorder (SAD))
- Essstörungen, Lebensstil bedingte Adipositas (Fettleibigkeit)
- Suchterkrankungen
- alle Krebsarten (zur Rezidivprophylaxe im Anschluss an die schulmedizinische Intervention)
- Herzinfarkt, Schlaganfall (zur Rezidivprophylaxe im Anschluss an die schulmedizinische Intervention)

Bei chronisch-progredient (über einen längeren Zeitraum sich verschlimmernd) und chronisch-schubförmig verlaufenden Erkrankungen kann die TCM Krankheitsverläufe abschwächen bzw. Schübe abfangen. Konkrete Beispiele aus diesen beiden Bereichen finden Sie hier.

- chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- chronische Niereninsuffizienz
- chronische dermatologische Erkrankungen wie atopisches Ekzem (Neurodermitis) oder Schuppenflechte (Psoriasis)
- chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie M. Crohn oder Colitis ulcerosa
- rheumatische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis, Gicht, Fibromyalgie, M. Bechterew, Vaskulitiden)
- neurodegenerative Erkrankungen (z.B. Demenz, Alzheimer, Parkinson)
- Multiple Sklerose (MS)

Infektionskrankheiten

Bei bakteriellen Infekten kann die traditionelle chinesische Medizin (TCM) nicht mit der Effizienz moderner antibiotischer Therapien mithalten, falls verantwortbar jedoch eine Alternative dazu bieten. Dies ist vorwiegend bei chronischen und rezidivierenden (wiederkehrenden) Zuständen zu empfehlen, um wiederholten unerwünschten Nebenwirkungen durch häufige antibiotische Therapien auszuweichen. Hier finden Sie Beispiele bakterieller Infektionen, welche nicht selten einen chronischen oder rezidivierenden Verlauf zeigen.

- bakterielle Blasenentzündung (Zystitis)
- bakterielle Mandelentzündung (Tonsillitis)
- bakterielle Mittelohrentzündung (Otitis media)
- bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- bakterielle Parodontitis (Infektion des Zahnhalteapparats)
- bakterielle Hautinfektionen (Pyodermien)

Bei nicht bedrohlichen viralen Infekten trägt die TCM zur Beschleunigung der Genesung bei. Dies kann insofern sinnvoll sein, als dass virale Infektionen schulmedizinisch meist lediglich symptomatisch behandelt werden, da der Einsatz von Virostatika aufgrund des Nebenwirkungspotentials eingeschränkt ist. Hier finden Sie Beispiele häufiger viraler Infektionen.

- grippaler Infekt
- virale Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
- virale Mittelohrentzündung (Otitis media)
- virale Lungenentzündung (Pneumonie)
- virale Darminfektionen (z.B. Rotaviren, Adenoviren)
- Lippenherpes (Herpes labialis)
- Herpes genitalis
- Gürtelrose (Herpes zoster)
- Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose)
- Virushepatitiden (je nach Form begleitend zu einer Virostatikatherapie)
- Kinderkrankheiten (Masern, Mumps, Röteln, Windpocken)

Pilzinfektionen (Mykosen) zeigen sich trotz schulmedizinischer Behandlung mit Antimykotika oft hartnäckig und leicht chronifizierend. Je nach Befall kann die TCM als alleinige Therapie oder parallel zum Einsatz von Antimykotika verordnet werden. In vielen Fällen ist es lohnenswert, die Behandlung nach der Genesung zeitweilig als Prophylaxe weiterzuführen. Häufig treten sogenannte oberflächliche Pilzinfektionen der Haut (Dermatomykosen) und der Schleimhäute auf. Nachfolgend sind die wichtigsten Vertreter aufgeführt.

- Hautpilz (Tinea corporis, Ringelflechte)
- Fusspilz (Tinea pedis)
- Nagelpilz (Onychomykose, meist Tinea unguium)
- Haarpilz (Tinea capitis)
- Scheidenpilz (Vaginalmykose, meist Candidose)
- Darmpilz (Enteromykose, meist Candidose)
- Mundsoor (orale Candidose)

Schwere chronische Krankheiten

Schwerwiegende schulmedizinische Diagnosen stellen eine mehrfache Belastung dar. In den meisten Fällen verursacht die Symptomatik der Erkrankung selbst Leidensdruck, vielfach sind intensive Therapien mit entsprechenden unerwünschten Nebenwirkungen indiziert und nicht zuletzt führen ungünstige oder ungewisse Prognosen zu psychischer Belastung.

In diesen Fällen kann die traditionelle chinesische Medizin eine schulmedizinische Therapie ressourcenorientiert ergänzen, unerwünschte Nebenwirkungen derselben abfangen und die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) steigern. Im Folgenden einige wichtige konkrete Beispiele aus diesem Bereich.

- psychiatrische Diagnosen (z.B. Depression, Angst- und Zwangsstörungen, bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung), psychotische Störungen, Schizophrenie)
- schwerwiegende Essstörungen (z.B. Esssucht, Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa), Binge Eating)
- schwerwiegende Suchterkrankungen (sowohl Substanzabhängigkeit als auch Verhaltenssucht bzw. substanzungebundene Abhängigkeit)
- alle Krebsarten (sowohl solide maligne Tumore als auch Leukämien und Lymphome)
- chronische Nierenerkrankungen (z.B. chronische Glomerulonephritis, chronische Niereninsuffizienz)
- chronische Herz- und Gefässkrankheiten (z.B. koronare Herzkrankheit (KHK), periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK))
- chronische Lungen- und Atemwegserkrankungen (z.B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenemphysem, Lungenödem, chronische Atemnot, Mukoviszidose)
- neurodegenerative Erkrankungen (z.B. Demenz, Alzheimer, Parkinson)
- multiple Sklerose (MS)
- Epilepsie
- AIDS

Chirurgische Interventionen

Inwiefern sich die Belastung einer Operation auf eine Patientin oder einen Patienten auswirkt, hängt von vielen Faktoren ab. Falls es planbar ist, kann es lohnenswert sein, im Vorfeld einer Operation anhand der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) Ressourcen aufzubauen, um diese mit möglichst hoher körperlicher und psychischer Widerstandsfähigkeit anzutreten. Häufiger jedoch wird die TCM zur Nachbehandlung von Operationen empfohlen, um die Rekonvaleszenz zu verkürzen und gegebenenfalls Schmerzen und weitere Symptome zu lindern.

Aufgrund der positiven Studienlage wird die TCM häufig als vorbereitende und begleitende Behandlung bei In-vitro-Fertilistion (IVF) zur Steigerung der Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft eingesetzt.