Methoden

In meiner Praxis wende ich chinesische Arzneimittel sowie Akupunktur und die damit einhergehenden Therapiemethoden Moxibustion, Schröpfen und Ohrakupunktur an.

Die chinesische Arzneimitteltherapie und die Akupunktur sind umfassende Methoden, welche mehr oder weniger bei allen Belangen eingesetzt werden. Moxibustion, Schröpfen und Ohrakupunktur sind hingegen spezifischere Methoden, welche eingeschränktere Indikationen aufweisen. In vielen Fällen werden verschiedene Methoden kombiniert angewendet. Verhalten sich diese synergistisch zueinander, kann dadurch die Wirkung verstärkt werden.

Die chinesische Arzneimitteltherapie kann in seltenen Fällen unerwünschte Nebenwirkungen aufweisen, wobei die Akupunktur praktisch nebenwirkungsfrei ist. Gefahren sind bei fachgerechter Anwendung völlig ausgeschlossen.

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Chinesische Arzneimitteltherapie

Die chinesische Arzneimitteltherapie bedient sich einer Vielzahl pflanzlicher, mineralischer und auch tierischer Mittel. Dabei überwiegen die pflanzlichen Mittel klar, wodurch bei Patientinnen und Patienten mit vegetarischer oder veganer Ernährung in der Regel auf tierische Mittel verzichtet werden kann. Aus der zur Verfügung stehenden Auswahl werden individuelle, auf das zu therapierende Krankheitsmuster abgestimmte Rezepturen zusammengestellt. Bei der Kombination der einzelnen Mittel wird auf Qualitäten wie Geschmack, Temperatur, Wirkrichtung und den Bezug zu den Meridianen geachtet. Da die Mittel oft nicht ausschliesslich in China beheimatet sind, macht sie nicht ihre Herkunft, sondern die Tatsache, dass sie anhand der Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin rezeptiert werden, zu „chinesischen“ Arzneien. Die Rezepturen werden heutzutage meist als Granulate verordnet. Dadurch können sie bequem in Wasser eingerührt oder als Kapseln ohne grösseren Zeitaufwand eingenommen werden. Traditionell werden Dekokte verschrieben, zu deren Herstellung die getrockneten Bestandteile über längere Zeit gekocht werden.

Akupunktur

Die Akupunktur (lat. acus = Nadel, pungere = stechen) stellt in Verbindung mit Moxibustion und Schröpfen das in westlichen Ländern geläufigste Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) dar. Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln in indizierte Akupunkturpunkte, welche auf den oberflächlichen Verläufen der Meridiane liegen, gestochen. Die TCM geht davon aus, dass über die Nadel am Akupunkturpunkt die Qualität des Qi und dadurch auch die Qualitäten von Yin und Yang beeinflusst werden können. Da die 365 Akupunkturpunkte über das netzartige Meridiansystem untereinander und zu allen Körperbereichen hin verbunden sind, können sie sich gegenseitig modulieren und ihre Wirkung in unterschiedlichen Regionen entfalten. Die Kunst der Behandlung besteht darin, indizierte Punkte zu erkennen und in geeigneter Weise zu kombinieren.

Moxibustion

Bei der Moxibustion (oder kurz Moxa) werden Akupunkturpunkte durch glimmende Moxa-Wolle, welche aus fein verarbeiteten Blättern des gemeinen Beifuss (Artemisia vulgaris) besteht, erwärmt. Hierfür wird die Moxa-Wolle entweder direkt auf die Akupunkturnadel gesetzt oder verarbeitet zu sogenannten Moxakegeln oder Moxazigarren anderweitig in die Nähe indizierter Punkte gebracht und angezündet. Dabei hat die Glut stets ausreichenden Abstand zur Haut, sodass es zu einem angenehmen Wärmegefühl, jedoch nicht zu Verbrennungen kommt.

Schröpfen

Beim Schröpfen wird ein Vakuum in Glaskugeln erzeugt, welche dann mit ihrer Öffnung ebenfalls auf Akupunkturpunkte gesetzt werden. Dabei führt der entstehende Saugreiz zu einer lokalen Durchblutungssteigerung. Sowohl bei der Moxibustion als auch beim Schröpfen geht es analog zur Akupunktur darum, das Qi über den behandelten Punkt zu beeinflussen, jedoch in anderer Qualität.

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur stellt eine in sich geschlossene Methode dar. Zu einem grossen Teil in Frankreich entstanden, hat sie keinen direkten Bezug zum Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin. Zugrunde liegt die Entdeckung, dass sich im Sinne einer Reflexzonentherapie der gesamte Organismus auf der Ohrmuschel abbildet und umgekehrt auch über die Behandlung von Punkten am Ohr beeinflusst werden kann. Entsprechend der Körperakupunktur werden dünne Nadeln in indizierte Punkte gestochen. Um eine länger anhaltende Wirkung zu erzielen, können ausserdem sogenannte Dauernadeln oder kleine Kügelchen mit einem Heftpflaster fixiert und über mehrere Tage am Ohr belassen werden.